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Englischer Schick in der K.u.K Monarchie

Die Tradition der Schuhmacherkunst in der österreichischen Monarchie reicht Jahrhunderte zurück. Bedeutende Zentren der Lederverarbeitung entstanden in Böhmen, Österreich und Schlesien. Die schlesischen Schuhmacher genossen wegen Ihres handwerklichen Geschicks einen exzellenten Ruf. Doch die besten zog es traditionell in die Großstädte der Monarchie – nach Prag, Krakau, Pressburg, Budapest und vor allem nach Wien.

Auch Franz Baron macht sich Ende der 60er Jahre des 19. Jahrhunderts auf nach Wien. Der talentierte schlesische Schuhmacher verbrachte seine Wanderjahre zuvor weit weg von der Heimat. Beeindruckt von der Modewelt in Paris sowie der schlichten Eleganz des aufsteigenden Bürgertums in England bringt er einen frischen Wind in die Hauptstadt der Donaumonarchie.

Er verbindet die handwerkliche Tradition Österreich-Ungarns mit dem modischen Chick Londons und fertigt elegante Schuhe im englischen Stil. Seine Schuhe haben eine längliche Form, sind flacher uns spitzer als die gängigen Modelle seiner Zeitgenossen. Was für eine aufregende Form! Um wie viel eleganter und schneidiger sehen seine Modelle aus im Vergleich zu den bis heute etwas klobig anmutenden, auf österreichischen Leisten hergestellten Schuhen!

Kein Wunder, dass seine Werkstat in der Kaiserstrasse bald zu einer begehrtesten Adressen unter Wienern »Dandys«, jungen Offizieren und Adeligen gehört. Ein großer Fan von Barons Schuhen ist bis zu seinem frühen Tod der junge Konteradmiral Wilhelm von Tegetthoff, begnadeter Militärstratege und Modernisierer der K.u.K Marine.

Der schwarze Baron-Schuh schmückte bald die Füße aller jungen Männer, die zur modischen Avantgarde der Monarchie zählten. Er wurde zu einem festen Begriff in der Welt der Mode. Er wurde zum Zeichen der Moderne in der behäbigen Welt der K.u.K Monarchie. So trug der junge Thronfolger Rudolf sehr zum Missfallen seines Vaters des greisen Kaisers Franz Josef mit vorliebe die schwarzen »Baron-Schuhe«.